GRAVETAKER – sheer lunacy (Demo)
Sie kommen aus Portugal und machen Black Death. Die erste Ansammlung von Songs wurde grad ausgehauen, wurde mit dem Schild ‚Demo‘ versehen und beinhaltet fünf Tracks. Eine virtuose Akustikgitarre lässt schon mal dumpf erkennen, hier hat wer was drauf, und es wird keine Hochglanzproduktion. Dann ist schon fast ein Viertel des siebenminütigen Openers „Black Selpulchres“ vergangen, als plötzlich kaputte und deutlich lautere Riffs einsetzen und die Unwohlmaschine in Gang setzen. Uncleane Vocals fauchen durch vernebelte und disharmonische Soundberge, Leads schreien hindurch. Wie man diverse Wutausbrüche aneinanderreiht, kann man im widerspenstigen „Threshold“ nachvollziehen, mit fünf Minuten der kürzeste Track auf diesem Tonträger. Straighter am Stück treibt „Bacchic Enthusiasm“ durch höhere Tempi, bis „Aberrations“ noch einmal akustisch startet. Hellhammerische Würgeriffs tauchen immer wieder auf, die Spuren der Schweizer tragen hier zum Gesamtkonzept bei. Doch im Finaltrack „Revelation“ geht es mal in Richtung England, denn durch diesen leisen Beginn wird man schon etwas an die erste Iron Maiden erinnert, auch das ist natürlich als Lob zu verstehen. Der dunkle Untergrund lebt auch auf der iberischen Halbinsel und macht Laune. Das sehr empfehlenswerte „Sheer Lunacy“ ist ein gutes Beispiel dafür.
Wertung: i/10
Autor: Joxe Schaefer
| Label: | IRON BONEHEAD |
| VÖ-Datum: | 22.12.2025 |
| Running Time: | 35:57 |
| Format: | CD, Vinyl, Mp3 |
Erhältlich bei:
Idiots Records


