DECRYPTER – necronicles

Diese fünf Typen von Decrypter aus Mexico sind schon mehr als eine Dekade aktiv, tun aber erst jetzt ihr Debütalbum raus. Zwar verwenden die Mexikaner darauf ein zartes Intro, wirken dabei aber schon mal finster. Da kommt also noch was Dichtfülliges, das bestätigt danach erstmal „Ohyrion“. Mit dem Hinweis, auch Deathcore zu verarbeiten, gelangen sie noch immer nicht zu deutlich in neumodischere Gefilde, können damit aber schon mal die Synthies begründen, die im Back die Harmonien unterstützen. Walzende Felder von tiefen Atmosphären gehen ins Ohr, ohne Verwendungen von Tasteninstrumenten übrigens ebenso fett, wenn nicht sogar noch mitreißender. Richtig geil sind laute Phasen, wie beispielsweise die in „Until The Dark Unites Us Again“. Das Songbeispiel veranschaulicht aber auch gleich, wie häufig zwischen laut und leise hin und her geschaltet wird. Wobei auch angeführt werden muss, dass diese unverzerrten Ideen angenehm reingehen. Wenn mal ein Riff wie das zu „Under The Roots Of The Ancients“ wirkt, stellt man fest, dass solche Momente häufiger auftreten könnten. Noch einmal zeigt die Riffgitarre zum temporeichen „The Nameless“, wie geil die Arbeit wirkt, weil man irgendwie total zappelig wird. Okay, unterm Strich kann man sagen, dass „Necronicles“ mit seinem Oldschoolfaktor nicht angeben kann, aber zwischen Intro und Outro dennoch seine Momente hat.

Wertung: 6/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:EIGENPRODUKTION
VÖ-Datum:29.11.2025
Running Time:40:09
Format:Mp3

Erhältlich bei:
Idiots Records

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