ALATAR – magick for muthas (alatar’s first spells)

Lange habe ich drauf warten müssen, bis ich nun endlich das Debütalbum der epischen Heavy / Speed Metaller Alatar in meinen Händen halten kann. 2023 haben Gordon Overkill (u.a. Messerschmitt, Atom Smasher) und Tobias Stork (u.a. ex-Fatal Embrace, ex-Seeds Of Baphomet) diese Band als Projekt ins Leben gerufen. Mit der ersten Single „Crusaders“ ging es damals los und in regelmäßigen Abständen veröffentlichten die beiden eine gefeierte Single nach der anderen via Bandcamp. Dabei waren auch hochkarätige Musiker aus dem engen Umfeld wie Leo Schacht (u.a. Space Chaser) und Maik Jegszenties (u.a. Messerschmitt, Deadly Magic) als Gäste beteiligt. Im vergangenen Jahr stieg Kristian Tamm (u.a. Messerschmitt) als fester Drummer mit ein. Eine weise Entscheidung, den ebenfalls im vergangenen Jahr stand das Livedebüt Alatars auf dem Programm. Da war wohl jemand ziemlich hartnäckig, bis diese Band mit Leo Schacht und Tim Manz komplettiert war und für die zu Recht mächtig umjubelte Premiere auf dem „Spirit Of Metal“ Festival auf den Brettern des Lükaz in Lünen standen. Schon seit geraumer Zeit bin ich Tobias damit auf den Senkel gegangen, dass es keine CDs, sondern dass ihre musikalischen Ergüsse nur digital verfügbar waren. Nun ist es also endlich soweit und „Magick For Muthas (Alatar’s First Spell)“ hat via Iron Shield Records das Licht der Welt erblickt. Als eingefleischter Alatar-Fan hat man natürlich alle Songs bereits vielfach inhaliert und so fällt direkt auf, dass die Setlist im Metal Archiv nicht mit der der CD übereinstimmt. Denn den Anfang der gut 37minütigen Reise macht „Dawn Of A New Day“, der direkt mit messerscharfen Gitarrenriffs und einem stimmgewaltigen Fronter Gordon Overkill mit viel Gefühl überzeugt. Besonders die Manilla Road Vibes treiben mir eine Gänsehaut über den Rücken. Die Jungs haben es geschafft, eine unglaubliche Magie in ihre Songs zu bannen. Mit „Kneel Before A Tyrant“ geht es weiter im Text, auch hier herrscht natürlich diese scheinende Magie, wie auch im Folgesong „Speelbound“, der einer meiner Lieblingstracks ist. Was für eine geile Nummer! Raise your fist in the air!!! Hier merkt man an jeder Note, dass langjährige Profis am Werk sind. Das ist keine Musik für nebenbei, das ist Musik zum Genießen. Dazu laden auch die folgenden „The Cult“ und „King Of The World“ ein. Jedes für sich schon ein absoluter Nackenbrecher. Hört euch alleine von Ersterem das Instrumental im zweiten Teil des Songs an. Oder dieser Tempowechsel in Zweiterem, echt starkes Songwriting, Leute! Auf der Zielgerade kloppen uns die Jungs dann noch das temporeiche „Crusaders“ um die Ohren. Das wäre mein zweiter Lieblingssong. Eingängige und mega abwechslungsreiche Nummer, die mit ordentlich Arschtritt punktet. Mit dem treibenden und leicht doomigen „We Will Thrive“ geht dieser Rundling viel zu schnell vorbei, aber Achtung: Ohrwurmgefahr…! Übrigens gibt es auch noch einen Track 9, dazu checkt den Rundling aber mal selber. Das Warten hat sich definitiv gelohnt und ich bin mehr als happy, dass es dieses starke Stück Heavy Metal nun endlich für den CD-Schacht gibt. Alatar sind für mich in Sachen epischem Heavy Metal Deutschlands Speerspitze. Sieben geile, eingängige und abwechslungsreiche Songs sind auf diesem ersten Album vertreten, die einfach nur Laune machen und einen schon nach wenigen Akkorden in den Bann ziehen. Dafür gibt es natürlich auch angemessene Punkte und soviel sei bereits jetzt schon verraten: Dieses Album hat einen sicheren Platz in meinen Jahres Top 10.

Wertung: 9/10
Autor: Tino Sternagel-Petersen

Label:IRON SHIELD RECORDS
VÖ-Datum:09.01.2026
Running Time:36:46
Format:CD, Mp3

Erhältlich bei:
Idiots Records

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