NECROGORE – ectoplasmic rape phenomena

Draußen kämpfen sich bei klirrender Kälte Sonnenstrahlen hindurch, hier drinnen kämpfen wir uns durch die Veröffentlichungsflut. Die Wahl für ein Review fällt auf ein Todestrio von der Apeninnenhalbinsel, das schon mal mit „Ectoplasmic Rape Phenomena“ ein giftig moderndes Coverartwork vorlegt. Schwere Klänge eröffnen im Intro die Abfolge der Songs zwei bis zehn. Eine fette HM-2 Riffwalze setzt in „Raptured, Tortured And Chained“ den Marker für derberen Sound. Das erste Album von Necrogore scheint nicht nur fett aufzutragen, sondern auch etwas zu können, denn durch viele kleine Ideen gewinnen die Tracks an Prägnanz. Und Dismember haben sie auch schon mal gehört. Entgegen der schweren Rifflasten scheinen die Drums jedoch kleinere Geschütze aufzufahren, da sie flink durch den wulstigen Sound eher etwas dünner  hindurchknüppeln. Das kann auch an der Snare liegen, die vielleicht einen Tacken zu vordergründig gemischt wurde. Deftig geil wirken allerdings die kontinuierlich mittig ins Gesicht treffenden Punches im Finale von „Leeches On My Dick“. Die kurzen Pausen zwischen den einzelnen Riffs in „One Foot In The Grave“ setzen einen weiteren Akzent für die Wiedererkennung, bis das epischere „Sulphureal Morbid Corpse“ mit über sechseinhalb Minuten Spielzeit ins Gewicht fällt, in dem nicht nur ein stärker abgebremster Mittelpart für etwas Auflockerung sorgt, sondern auch ein kurzer Einsatz von Hintergrundsynthies. Coole Deathklamotte. Wem die paar Tasteneinsätze und der Snareklang nicht juckt, kann gerne noch einen Punkt aufaddieren.

Wertung: 7/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:AWAKENING RECORDS
VÖ-Datum:20.03.2026
Running Time:35:12
Format:CD, Mp3

Erhältlich bei:
Idiots Records

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