CHALICE OF SUFFERING – the raven cries one last time
Eine Synthietapete, einzelne Saiten einer Akustischen und Geflüster. So legen die Mannen aus Minneapolis mit „Another Night In Pain“ auf ihrem neuen Album los.
Das Ding kann man schon als vierminütiges Intro bezeichnen; die Running Times der Handvoll Folgesonsgs betragen Zeiten zwischen sieben und vierzehn Minuten. Erst danach wird es lauter mit einem Song, der am Anfang der fast einstündigen Platte ausgerechnet „In The End …“ titelt. Sonst regieren weniger Widersprüche, denn hier harmonieren Doom und Deathvocals zusammen, dass man es morgens schon vorm ersten Kaffee vertragen kann. Zur derbe wird hier nichts, auch der fette Tiefenbohrer „I Don’t Want To Fight“ nicht wirklich, aber die tighten Midtempoklänge haben schon Wucht und Aussagekraft. Da ist auch noch immer Raum für vereinzelte Pianoklänge, wie im Monument „All That Has Withered“. In „Fading Memories“ bekommt der sechste Mann der Band mit den Bagpipes seinen Einsatz, was schon sehr echt kommt, als würde Minnesota zu Schottland gehören. Doch wenn man das alles schon als Funeral Doom bezeichnen möchte, kann man das wohl tun. Nur werden viele Fachleute dieser Richtung lieber zu deftigerem Material greifen. Ohne die Musikalität von „The Raven Cries One Last Time“ schmälern zu wollen, das dritte Album des Sextetts kann schon alles, und der Dudelsack passt rein!
Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer
| Label: | MY KINGDOM MUSIC |
| VÖ-Datum: | 20.03.2026 |
| Running Time: | 57:56 |
| Format: | CD |
Erhältlich bei:
Idiots Records


