WITCHBURNER – black raging flames
Laaaaange Zeit wars still um die Hexenverbrenner. Nennen wir es mal einen ausgedehnten Winterschlaf. Umso schöner, dass es wieder Lebenszeichen gibt und im Zuge dessen auch direkt ne neue Scheibe am Start ist. Mit ihrem achten Album, „Black Raging Flames“ läuten Witchburner nun eine neue Ära ihrer Historie ein. So, Ladies and Gentleman, and the Millions and Millions of you crazy Metalheads…let’s get ready to Metal!
Mit dem Opener „Richtschwert“ zeigt der Hessenfünfer direkt, wo die Reise hingeht. Gnadenlos vorwärts und die Ohrmuscheln zerschreddern. So muss das. „Pestilent Disciple“, „By Chains Severed“ und „Siege Of Terror“ reihen sich nahtlos ein. Sänger Pino bellt ins Mikro, dass es nur so eine Freude ist. Die Saitenfraktion nagelt alles in Grund und Boden und Felix donnert auf seine Felle, dass einem Hören und Sehen vergeht. Wer jetzt denkt, dass die Band ja auch nicht mehr zu den Allerjüngsten gehört und das Gaspedal ein wenig drosselt, vergesst es! Auch mit Song Nummer fünf „Witchburner Pt. III“ geht es gnadenlos weiter. Thrashmetal aus Deutschland kann halt was. Oft gibt es das Phänomen, dass ausgerechnet die Albumtitel mit am schwächsten sind. Aber hier kann ich beruhigen, „Black Raging Flames“ erweist sich als einwandfreie Nummer. Tatsächlich gefühlt etwas langsamer als die Vorgänger, aber gerade das ist wirklich eine feine Abwechslung. Nicht falsch verstehen, auch hier gibt’s auf die Mütze, aber etwas gediegener. Die Mini-Atempause ist dann aber mit „By Moonlight We Strike“ auch gleich wieder vorbei. Blinker links, Überholspur und gib ihm. „Throne“ und „Too Fast For Hell“ schlagen in die gleiche Kerbe. Spätestens hier macht sich das Genick bemerkbar. Autsch. „One Million Beer“ als letzter Song der Scheibe ist nochmal ein richtiger Partykracher. Kein Wunder bei dem Titel. Aber hier erkennt man natürlich, dass Thrashmetal den Jungs im Blut liegt und sicherlich auch, dass die Hessen nicht nur Äppler sondern auch verschiedenste Hopfenerzeugnisse zu schätzen wissen.
Was soll man groß als Fazit sagen? Wenn jede Band 13 Jahre!!! (Sorry Jungs) Winterschlaf braucht, um so ein Ding rauszuhauen, jederzeit! Meine persönlichen Anspieltipps wären der Opener „Richtschwert“, „Black Raging Flames“ und vor allem „Too Fast For Hell“. Gerade bei Letzterem paart sich bei mir Vorfreude und in meinem Alter auch Panik, wie ich den live überstehen soll. Bin ja nicht mehr der Jüngste. Freunde des guten Geschmacks, eine etwas krumme Punktzahl. Ich feiere das Album, aber ich denke, da geht noch mehr!
Line Up:
Pino – Vocals
Seegel – Guitar
Andy – Bass
Felix – Drums
Mächel – Lead Guitar
Wertung: 8,75/10
Autor: Mario Seipp (aka Hessie James)
| Label: | DIABOLIC MIGHT RECORDS |
| VÖ-Datum: | 04.09.2026 |
| Running Time: | 34:43 |
| Format: | CD, Vinyl |
Erhältlich bei:
Idiots Records


