ATOMIC AGGRESSOR – the occult forces
Dem Undergrounder ist es ja schon bewusst, dass man bei den allermeisten Metalbands aus Mittel- und Südamerika definitiv mit der alten Schule rechnen darf, und dass denen Trendideen fremd sind. Das trifft auch auf das komplette Zweitwerk dieses Quartetts aus Santiago zu, das mit Schreien zum Opener „Souls Degradation“ loslegt. Als dunkelste Zutat dürfen gleich die Growls von Basser Alejandro angeführt werden, die homogen und keinesfalls zu vordergründig wirken. Hier braten und rippen zwei Gitarren, die im Gesamtsound nicht zu dicht werden. In der klaren Produktion kommt der Drumsound gut raus, auch mit deutlich klingelnden Becken. Sehr geil die Trümmerwand des Schlagzeugs „Evil From Beneath“. Es kommt alles noch kratzig und auch nicht zu Finster, die Bosheit sind die acht Tracks selbst. Etwas mehr Leadgitarre wird in „The Chalice Of Despair“ aktiv, wie sie sich infernalisch über Strecken zieht. Die Temposchraube wir für „Divided To Conceived“ angezogen, das Gerase wird schon mächtig und nur für Soli gedrosselt. Die Ripp-offs in „As I Descend“ wirken nach, und der Rauswerfer „Tormenting Voices“ treibt die letzten Banger in den Pit. Ein sehr starkes Album, mit dem wir noch viel Spaß haben werden.
Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer
| Label: | HELLS HEADBANGERS |
| VÖ-Datum: | 28.08.2026 |
| Running Time: | 39:19 |
| Format: | CD, Vinyl, Tape |
Erhältlich bei:
Idiots Records


