PROFANATION (FRA) – ultra-noise warfare

Von allen Bands auf diesem Planeten, die sich den Namen Profanation gegeben haben, sind dies hier die unbarmherzigen Death Grinder aus Frankreich. Die Riffmaschine rattert sofort los. Auf ein Intro wird geschissen, dass der Hörer sich ab Sekunde eins mitten im Geschehen befindet. Das erste Album der Pariser Tötungsmaschine beginnt, wie ihre EP vor zwei Jahren endete. Der Vierer liefert mit zwei Gitarren das volle Riffbrett, auch ein paar knappe Schreisoli. Auf Leads wird geschissen. Stef Aertsen heißt der neue Gitarrist, der Kev Desecrator ersetzt. Auf häufigere Taktwechsel wird geschissen. Es gibt jedoch einige Temowechsel und wenige Tonlagen, sonst wird inklusive Growls gänzlich auf Hau-drauf Gedresche gesetzt. Etwas aus dem Rahmen fällt da das Titelstück, denn mit dem Werk haben es die Meister wahrlich geschafft, in ihrem eng gesteckten Rahmen einen einen echt wiedererkennbaren Hinhören zu kreieren. Das lärmige Krachintermezzo „Vermin“ interpretieren wir mal als Vorspann zum Vollkriecher „Total Stomp“. Das letzte Stück titelt verheißungsvoll „Anti“. Hier werden mal über aus Albumsicht ‚epische‘ fünf einhalb Minuten auf die Waage gebracht, bis das letzte Riff die Schwarte irgendwann gehobelt hat. Die neun Tracks sind nach sechsundzwanzig Minuten durch, bis die ad hoc abgewürgten Gitarren trocken verhallt sind. Acht Songs plus Zwischenspiel wirken trotz der Gesamtspielzeit von deutlich unter einer halben Stunde im Gemüt länger nach, wie auch der Pegelanzeiger noch lange nachschlägt. Herrliches Geschrote bei vollvolumiger Noiseausbeute. Wer also nur auf das Cover und das Logo achtet, dürfte keinesfalls enttäuscht werden.

Wertung: 8,5/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:IRON BONEHEAD PRODUCTIONS
VÖ-Datum:25.09.2026
Running Time:26:33
Format:CD, Vinyl

Erhältlich bei:
Idiots Records

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