DARKFALL – at the end of times

Ein anmutiges Piano versucht vor einem Orchester den Hörer in die Irre zu führen, denn bei Darkfall wissen wir doch schon seit mindestens einigen Veröffentlichungen und mindestens einem Album, dass hier Todesthrash auf der Agenda steht. Die in 1995 Gegründeten brachten zunächst einige Demos und EPs, doch erst 2013 erreichte ein Output bei Metal Archives Albumstatus, das war „Road To Redemption“. Jetzt schieben sie „At The End Of Times“ nach. Darauf hat die Doublebass viel zu sagen, ebenso wie breit aufgestellte, füllig gebellte Growls. Beinahe lenken melodische Leads am Fließband den Kahn von der Extreme mehr zum Melodic Nu, doch die Rechnung geht zusammen mit dem Songwriting der alten Schule noch nicht auf, daran ändern auch orchestrale Synthies zu „Deathcult Debauchery“ nichts. So ein Solo wie in „The Breed Of Death“ oder in „Land Of No Return MMXVII“ muss einfach Erwähnung finden, ebenso der beachtenswert knusprige Slowpart im aussagestarken Siebenminüter „Ashes Of Dead Gods“, ein Highlight der Scheibe. Die Unverzerrte hat sich für „Blutgott“ echt was einfallen lassen, mehr als bloß ein Farbtupfer. Letztenendes kommt noch genügend Druck aus der Oldschoolecke, das ist schon mal gut. Nur die etwas zu viel an Raum einnehmenden Vocals sind schon etwas überpräsent. Für das Album haben die Grazer gut vorgelegt, und da wird noch mehr kommen, was wahrscheinlich mehr in moderne Richtungen gehen wird …

Wertung: 7/10
Autor: Joxe Schaefer