FIREFORCE – annihilate the evil

Hat man die Belgier von Fireforce bereits einmal live gesehen, dann weiß man, dass sie nicht in der Feinschliff-Liga einzuordnen sind. Auch nicht mit ihrem dritten Album.

Nah am klassischen Metal wandelnd, “Oxi Day”, oder in Teilen von “The Iron Brigade”, muss der Begriff Power Metal aber genannt werden, sonst wäre die Doublebass beleidigt. Das Coverartwork von Uwe Jarling mit Drachen und Feuer bestimmt auch. Es geht auch gleich mit Schüssen der Doppelfüße los, die in verschiedenen Intervallabständen auftreten und auch im Midtempo ein “Fake Hero” ins Mittelhirn marschieren lassen. Leads wie bei Iron Maiden und kleine Mitgröler wie in alten Manowar tauchen immer wieder mal auf, doch in “Herkus Mantas” verbinden sie sich sehr eindrucksvoll. Das wäre ein super Abschluss gewesen, es folgt aber noch ein okayes “Gimme Shelter”, ein Cover der Rolling Stones, das als Bonustrack die Zielflagge schwenkt. Doch zu Glattes oder gar auf Hochglanz Poliertes sind definitiv nicht das Steckenpferd von Fireforce. An den Reglern saßen Christian Schmid und auch R.D. Liapakis, die Aufgeblähtes und Bombast wie bei den Mystic Prophecy von Letztgenannten gar nicht zugelassen haben, da hat der Fünfer sicher auch selbst drauf geachtet. Dieses Material darf sich Powermetal für Erwachsene schimpfen.

Wertung: 7,5/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:LIMB MUSIC
VÖ-Datum:01.09.2017
Running Time:50:33
Format:CD

Erhältlich bei:
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