MIRROR OF DECEPTION – transience

Das sechste Album der Esslinger Doomveteranen liegt nun auf dem Tisch. Der Vorgänger „The Estuary“ liegt schon ganze acht Jahre zurück, eine Zeit, in der man auch mal ganz schnell vergessen werden kann. Aber die Baden-Württemberger wollen offensichtlich wieder was gutmachen, denn der Höreindruck der ersten Takte lässt aufhorchen. Gleich der Einstieg in das erste Liedchen „Death, Deliver Us“ kommt mit einer sehr erbaulichen Melodie um die Ecke, die man immer wieder hören will. Interessant ihre Aufbauten, wie sie innerhalb eines Songs mit Nuancen Stimmungen verändern, dabei das Grundriff aber kontinuierlich beibehalten. Sofort mit Vocals beginnt das knackige „Haven“, mit nicht mal vier Minuten der kürzeste Song auf dem Album. Dichte Gitarrenwände und kräftige Klarvocals bestimmen den Härtegrad des klassischen Metals, dass so ein Monsterriff wie das im Finale von „The Sands“ tief reingeht. Möglicherweise ist es auch weniger das bevorzugte Midtempo, sondern mehr die Molltonschritte und melancholische Stimmungen, die hier die Doomheads zufriedenstellen. Der intensive Finaltrack „Meander“ wurde ein dynamischer Hinhörer sondergleichen und muss deswegen als Highlight der Scheibe bezeichnet werden. Sehr starke Sache! Sieben Songs liefern Mirror Of Deception, die nicht nur Bock machen, die Band live sehen zu wollen, sondern auch mal in ihren Backkatalog reinzulauschen …

Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:EIGENPRODUKTION
VÖ-Datum:27.03.2026
Running Time:43:10
Format:Mp3

Erhältlich bei:
Idiots Records

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