TASKFORCE TOXICATOR – laser samurai

So, da isses jetzt aber wirklich, das erste reguläre Studioalbum der Speedthrasher aus Münster. Hat für die Fans etwas gedauert, aber am Jahresanfang konnte das Compi-Album schon etwas überbrücken. Und von dem wurden für dieses Debüt die beiden neuen Stücke nicht verwendet und bleiben also exklusiv. Zu oben angeführtem Zeitpunkt sollte „Laser Samurai“ schon aufgenommen sein, das jetzt schön zackig auffe Fresse mit rough gebellten Vocals und tighten Gitarrenarbeiten um die Ecke kommt. Zünftig, das Aushängeschild von Titeltrack gleich als Opener vorweg zu schicken, und neben Highspeedgerupfe bleibt noch das ausgiebige Solo mit Aussagekraft in „Commercial Confessions“ zwischen den Augen kleben. Bislang wurde preschend auf höhere Tempi gesetzt. Erst jetzt bei Track Nummer drei „Death From Above“ bekommen wir einen Stampfrhythmus mit Einzelschussfolgen, bis dann wieder hochgeswitcht wird. Denn dann tötet das treibende Killerriff zum Obernackenbrecher „Acid Terror“ alles weg … genau so muss das! Im Anschluss daran überrascht es schon, dass im Midtempo von „Snow Controlled“ das hohe Level der Tracks zuvor erhalten bleibt. Ausgerechnet in einem Speedklopper mit dem Namen „Slaughterhouse“ hören wir Unverzerrtes, allerdings auch eine schreiende Leadgitarre. Coole Scheiße, die wir gleich noch einmal hören müssen. Das ergeht ebenfalls jedem Sägezahntiger beim wiedererkannbaren Mitmachriff für die heimische Luftgitarre in „Product Of Profession“ so, ein Motto, welches auch für dieses ganze Album stehen könnte. Hier haben wir nämlich für vierzig Minuten ziemlich ausgeklügeltes und auch erwachsenes Zeug, das besonders Undergroundern, Oldschoolern und gewisslich der Thrashwelt ziemlich gut schmecken sollte. Das mal wieder schön in Violett und Grün gehaltene Coverartwork passt mit den Leuchtfarben auch prima zum Albumtitel. Was willste mehr? Mal sehen, was bei den Jungs demnächst auf den Bühnen abgeht. Vor dem geistigen Auge hören wir schon „T.T.-Rufe“ …

Wertung: 8,5/10
Autor: Joxe Schaefer