CATTLE HAMMER – dark thoughts with lights out (EP)

Denkt man bei Anblick des Coverartworks noch an dunkeldeftigen Core, bekommen es die Ohren doomig mit Drone und Sludge zu tun. Gleich das erste Riff des Openers „Gloomsower“ wird noch kaputter nach dem Einsatz von krachendem Bass und Drums. Mit zwei Gitarren arbeitet sich das Quartett aus Birmingham wulstig durch die fetten Soundfelsen, durch welche die Drums auf mancher Strecke weniger durchdringen. Also werden die Riffs massig tief und zerstörerisch. Die Vocals bekommen wenig zu tun, aber wenn, dann zeigen sie sich in verschiedenen Intensitäten, von raunzig bis keifig gurgelnd. Darum herum gibt es noch ein paar Einfälle mehr. So endet „Rotting“ mit dem Einspieler einer Geräuschkulisse wie ein großer Wasserfall. Mit ein paar Samples mehr beginnt „Watchmen, Alone“ fast wie ein kleines Hörspiel, das nicht gut ausgeht. Ausgiebige Rückkopplungen lassen sich die Briten natürlich nicht nehmen. Zum Ende des Abschlusses von „Body Puzzle“ wird noch eine Keyboardwand aufgestellt, bevor der letzte Ton im Nirgendwo verhallt. Wenn man sich zwischen neun und vierzehn Minuten bewegt, benötigst du nicht einmal eine Handvoll Songs, um auf eine Dreiviertelstunde Playing Time zu gelangen. Auf jeden Fall kann man sich sicher sein, dass man bei diesem Zweitwerk des Vierers nicht lebend rauskommen soll, was man bei diesem nicht gerade lebensbejahendem Coverartwork schon vorher richtigerweise vermutet hat.

Wertung: -/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:ROAD TO MASOCHIST
VÖ-Datum:06.02.2026
Running Time:45:25
Format:CD, Vinyl

Erhältlich bei:
Idiots Records