JUSTIFY – shadows of agony

Auf den Bühnen des Potts und der restlichen Republik werden Speed und Thrash aus Essen gerne gesehen. Einen weiteren Grund dafür liefern Justify, von deren Livekünsten wir bereits berichteten. Jetzt endlich haben sie ihr erstes Album raus. Selbstproduziert und erstmal nur als MP3, CD und Tape. Und die Bay-Area schein von Essen nicht allzuweit entfernt zu sein. Schon die Akustikgitarre vermittelt ein fröhlicheres „Ride The Lightning“ Feeling im Intro von „Coma… Everlasting Night“, das Feeling der Riffs ebenfalls, wie es in der Mitte des Tracks laut wird. Und genau so geht es danach mit „Shadows Of Agony“ weiter. Die zehn Songs besitzen einen fülligen und geschliffenen Sound, der jedoch auf Hochglanzpolitur verzichtet. Als das Uhrwerk der Band haut Drummer Fabio tight drauf, und besitzt auch das Feeling für Zwischenschläge. Sehr schön thrashig kommt auch das Geschrei von Shouter und Gitarrist Joey, daran bestehen keine Zweifel. Und spätestens mit den Oberspeedstakkatos zu „Quartet Of Death“ kommen auch die müdesten Nackenwirbel in Bewegung. Der kürzeste Track der Scheibe, haut dir kompakt den Kolben aus dem Zentrum, wie später noch die gnadenlose Granate „No Mercy Killers“. Etwas zaghafter gehen danach die sieben Minuten von „Shattered Souls“ ins Rennen, mit gebremsten Tempo und fragileren Vocals. Die stampfende Rhythmik im Chorus von „Young Gun“ erkennt man immer wieder, haben wir live auch so gesehen. Es leitet der zahnziehende Knorzbass zum Achtminüter „Betrayed Faith“ über, bis wir es zum Ende mit dem treibenden Panikgedresche von „Left Behind“ zu tun bekommen, welches die Scheibe würdig abschließt. Nach der satten Running Time von fast sechsundfünfzig Minuten bleibt abschließend noch festzusztellen, dass es mal wieder Zeit wird, den Vierer live zu erleben!

Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:EIGENPRODUKTION
VÖ-Datum:06.02.2026
Running Time:55:54
Format:CD, Mp3, Tape

Erhältlich bei:
Idiots Records

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