THE BLEEDING – godless communion

Von allen Bands auf diesem Planeten, die sich den nicht unbeliebten Namen The Bleeding gegeben haben, sind die hier die Briten mit ihrem vierten Album. Und auf dem geht es gleich zur Sache. Die Death Thrash Anmache von der Insel zeigt mit „Immortal Flesh“ unmissverständlich von vorne weg, was zu erwartet steht. Hier greifen schon mal Leadattacken ein und machen den Speedantrieb über das Solo hinweg noch gefährlicher. Die Highspeed Songs bleiben kompakt und rennen alle um die drei bis vier Minuten. Wer nach dem dritten Knallersong „Bestial Bloodlust“ noch Fragen hat, muss bis dahin gepennt haben. Ein weiterer Fakt für mehr Death als Thrash tun die knusprig tiefen Growls auf, da wirkt der ex-De Profundis Mann Craig schon furchteinflößend. Es wird die Doublebass schon ordentlich getreten, ballert aber songdienlich und verlegt mit dem Teppich nicht einfach alles komplett zu. Die wurde auch mittig im Sound eingeflochten, das alles homogen auftritt. Für die Produktion legte man Wert auf Druck, etwas Breite und auch auf viel Klarheit. Nur wird die Riffgitarre etwas untergewaschen, die hätte gerne fetter sein dürfen. Ob ein kleiner, überall mitschwebender Modern-Faktor allein mit den doch überraschend auftretenden Engelschören in „Death Eternal“ schon begründet ist, oder gar durch die Solo-Akustikklampfe im Intermezzo „Through The Morphean Gate“, kann man diskutieren. Als finales Ausrufezeichen hat der Vierer sich „Born In A Casket“ von Dying Fetus vorgenommen. Eine geschmackssichere Coverversion mit fiesem Riff, mit dem zum Schluss noch einmal ein Ausrufezeichen gesetzt wird. Nach sechsunddreißig Minuten ist der Spuk vorbei. Jetzt darf sich der geneigte Interessent überlegen, ob er sich die Mp3 zieht, die CD einsackt oder gleich zum Vinyl greift, das farbig ausfallen soll.

Wertung: 7/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:REDEFINING DARKNESS RECORDS
VÖ-Datum:18.09.2026
Running Time:35:52
Format:CD, Vinyl, Mp3

Erhältlich bei:
Idiots Records

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