DEATHRAISER – forged in hatred

Das zweite Album der Brasilianer liegt auf dem Tisch. Da liegt es gut, aber die Ohren bekommen mehr Freude, wenn die Scheibe auch abgespielt wird. Das tut den alten Ohren gut, denn auf der Scheibe brennt nach leiserem Beginn der Thrash, wie das Coverartwork andeutet. Trotz einiger Tempowechsel wird das alles sehr gerne in höheren Geschwindigkeiten dargebracht, darin besteht kein Zweifel. Gitarrist Thiago flucht eine strenge Anklagetonlage mit Hall, wozu trockenes Geriffe ins Hirn rattert. Zwar startet „Everything Dies“ etwas gemächlicher, wird aber dann doch noch zur Rakete. Das Riff und Solo des Tracks bleiben hängen, das Fade-out möchte man lieber wieder vergessen. Ebenfalls sehr ohrschmeichelnd die Highspeed in „Corporation Parasite“, weil es spürbar ohne Doublebass auskommt. Und was in diesen neun Tracks noch derbe auffällt, ist eine unheimliche Brutalität, die auch ohne Vocals durchsetzend voranschreitet. Als ein Beispiel dafür darf der Instrumentalsong „Symphony Of Violence“ genannt werden, denn der profitiert von besonderer Gitarrenlast. Zum Schluss haut dir die Speedgranate „One Step To The Grave“ die Rübe weg. Und wer danach noch kann, bekommt mit „Dead Generation“ das Fressbrett poliert. Wer Speed feiert und auf Thrash Metal ganz alter Bauart steht, der sollte hier genau richtig sein.

Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:XTREEM MUSIC
VÖ-Datum:22.01.2026
Running Time:34:08
Format:CD, Vinyl, Mp3, Tape

Erhältlich bei:
Idiots Records