FILTH – death exhibition
Na, das ging aber fix. Die Veröffentlichung ihres Vorgängeralbums „Time To Rot“ ist noch gar nicht so lange her, ein Jahr nämlich, da werfen die Schweden jetzt schon ein neues Album nach. Diesmal haben sie mal ein Coverartwork gewählt, das auf den ersten Blick schon mal mehr nach Death Metal aussieht. Und diesmal haben sie ein Intro vorausgeschickt, in den Reigen der weiteren neun Tracks einzuführen. So richtig geil treibend wird es an Trackposition drei mit „Buried Alive“, dabei sind höhere Tempi eher eine Seltenheit bei den Göteborgern. Denn sonst genügt ihnen Mid- und Uptempo für die Vocalführungen, auch wenn die Drums mal die Speed verdoppeln. Das haben sie im Opener „Split Casket“ so gestaltet, das schon mal sehr interessant klingt, aber noch nicht mitreißt. Die Growls von Drummer Per kommen sehr tief und voluminös, und auf die Ideen des Schlagzeugs achtet man gerne, inklusive deutlichem Beckenticken. Im trägen Ende von „Mental Butchery“ kleben Synthietapeten die Hintergründe zu und haben auch das letzte Wort. Ebenfalls experimentiert wird mit Wah-Wah mäßigen Effekten im Instrumental „…Inhumed…“, später in „…Exhumed…“ dagegen eher mit doomigen Rifftiefenauslotungen. Tatsächlich dürfen wir die Schlussnummer „Rotted Life“ als Anspieltipp deklarieren, obwohl das Tempo kaum rennt, aber es wird schön unter der Grasnarbe hergefräst. Das Trio kommt mit zehn Tracks inklusive Intro auf über eine halbe Stunde Spielzeit. Synthies treten nicht permanent auf, deswegen kann der Oldschooler damit schon klarkommen, zumal eine dunkle Stimmung garantiert ist.
Wertung: 7/10
Autor: Joxe Schaefer
| Label: | ME SACO UN OJO |
| VÖ-Datum: | 11.09.2026 |
| Running Time: | 34:18 |
| Format: | CD, Vinyl, Mp3, Tape |
Erhältlich bei:
Idiots Records


