LEAD INJECTOR – witching attack

In Insiderkreisen hat es längst die Runde gemacht, dass diese Einheit aus Dresden als nächstes den Untergrund aufmischen wird. Daran ändert der Akkord der Kirchenorgel im Opener „Siege Upon Heaven“ gar nichts. Wenn man mit einer überzeugenden Intensität solche Speed, Death und Black Watschen verteilt, bekommt man sofort die Aufmerksamkeit der Zielgruppe. Eine überraschend zarte Gitarre trägt „Sacrifice This Bitch“ zu Grabe, mal kurz ein anderes Soundbild. Auf jeden Fall kommen die uncleanen Shouts von Basser Leo fies genug, um nicht als Gesang zu gelten, und werfen zusätzlich das ein oder andere ‚Uäh‘! ab. Ein paar fiese Screams wie in „Chains“ gehören dazu; punkiger Rotz wird mit verwurstet. Schön treibenden Druck erfahren wir vom Riffwerk wie im Klopper „Evil Executioner“, wo gern in einer Tonlage malträtiert wird. Nicht zu grelle Soli dringen in „Angel Destructor“ nach oben, die gar nicht zu weit in den Vordergrund wollen und somit einen dunkleren Mystikfaktor begründen lassen. Die knallige Hochgeschwindigkeitsrakete „Pest Thrash“ ist schon nach drei Minuten durch, verfehlt ihre Wirkung keinesfalls. Etwas gebremster, aber noch immer Uptempo, stampft „Infinite Force“ durch den Aushub. Doch zugeschüttet wird nicht, bevor der „Nuclear Antichrist“ seinen Durchmarsch hatte. Über zehn Tracks halten die Sachsen das durch, überzeugen damit über eine Dreiviertelstunde. Alle Songs sind sehr gut, bloß gut oder gar durchschnittlich gibt es hier nicht. Bis jetzt das Album des Jahres! Also gehört das Teil auf Vinyl abgegriffen!

Wertung: 9/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:HIGH ROLLER RECORDS
VÖ-Datum:20.02.2026
Running Time:45:43
Format:CD, Vinyl, Mp3

Erhältlich bei:
Idiots Records