PHOBOCOSM – gateway

Die Deathmaschine aus Quebec ist inzwischen bei Album Nummer vier angelangt und präsentiert darauf sieben neue Fiesheiten. Das Intro ist der erste Teil des Sechsminüters „Deathless“ und wird selbst gespielt, und damit auf so etwas fremdes wie Einspieler verzichtet. Der Vierer lässt es tief weiter unten rattern, Riffs höhlen Abgründe aus und die Growls füllen Sohlen. Auch Melodien werden tiefer angesetzt, dass man behaupten kann, überirdisch oder sogar hell wird es hier nicht mehr. Da verspricht die Flucht auf dem Artwork zuviel. Von hier aus geht es nahtlos ins wesentlich schneller trümmernde „Unbound“ rüber, das Tempo hat keine Zeit für Entlastung. Alle Übergänge verzichten auf Pausen, aber die andere Klangfarbe des jeweils nächsten Tracks ist deutlich erkennbar. In diesem Rahmen bewegen sich auch die acht Minuten von „Beyond The Threshold Of Flesh“, mit vielen Ideen wie Tempowechseln. Schübe der Doublebass können an langsamere Takte grenzen, wie Halbtonriffs alles zusammenschweißen. Es haben Phobocosm aus Montreal ein ziemlich interessante Subkultur fabriziert, denn „Gateway“ ist ein Album für den intensiveren Dunkelgenuss. Sehr fanfreundlich, das Teil in allen vier gängigen Formaten  anzubieten. Wir greifen natürlich zum schwarzen Vinyl.

Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:DARK DESCENT RECORDS
VÖ-Datum:28.11.2025
Running Time:35:19
Format:CD, Vinyl, Mp3, Tape

Erhältlich bei:
Idiots Records

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