TEMPLE OF DREAD – dreadspawn dominion

Immer lobenswert, wenn Intros selbst gespielt werden. Im Falle von „Wings Of Immortality“ trifft das bei dieser Death Metal Einheit zu, wenn auch mit akustischen Gitarren. Erst das Titelstück liefert danach die Kante, das wir wissen, was von diesem Fünfer von der Insel Spiekeroog erwartet werden darf, wo man sein Equipment mit der Pferdekutsche transportiert. Hier passt ziemlich viel zusammen, die Nackenwirbel werden trainiert und die einzelnen Songs haben Wiedererkennungswert. Ein paar disharmonische Quertöne in „Hybrid Horde Eternal“ lassen in dem sonst straighten Oldschoolmaterial aufhorchen, doch dann zündet das Riff des sehr coolen „Death March“ auf Anhieb. Dieser Stampfer ist Programm und dürfte bei den nächsten Liveshows krachen. Synthies untermalen die Hintergründe „Scorched By Cosmic Fire“ schon deutlich hörbar, aber auch hier folgt wieder ein Kracher, der sich sofort in unseren Lauschern festbeißt. „Rites Of Blasphemy“ kracht schon ordentlich, wie er sich mit seinem Oberspeed ins Hirn bohrt. Die abschließenden sechs Minuten von „Infernal Eternity“ nehmen zwar etwas das Tempo raus, überzeugen aber durch markante Drumrhythmik. Und eine sehr überzeugend melodische Leadgitarre, sehr geil! Mit dem Gedanken, ob die Saiten auch die paar Tastenparts adäquat hätten übernehmen können, müssen wir die Feststellung niederlegen, dass die insgesamt vierzig Minuten von „Dreadspawn Dominion“ absolut amtlicher Death Metal geworden sind, dem einfach den Zielgruppen eine Empfehlung ausgesprochen werden muss. Irgendwie scheint das auch nicht von Ungefähr zu kommen, denn Hellgrowlshouter Jens ist noch bei Slaughterday aktiv, wo er allerdings in die Saiten haut. Für noch mehr Prominenz im Billing sorgen Drummer Jörg Uken und Gitarrist Daniel, den wir noch von den Münsteranern Neorite kennen. Jetzt müssten wir die Niedersachsen von T.O.D. mal irgendwo live sehen können, was sich nach dieser Scheibe, bereits schon ihre sechste übrigens, irgendwie ziemlich aufdrängt.

Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:TESTIMONY RECORDS
VÖ-Datum:07.08.2026
Running Time:40:20
Format:CD, Vinyl, Mp3

Erhältlich bei:
Idiots Records

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