VIANDE – monument aux morts
Ein fieser Brocken Blackdeath grummelt mit „Monument Aux Morts“ auf uns zu. Das Quartett aus Frankreich, deren Bandnamen wir als ‚Fleisch‘ übersetzen können, legt sein zweites Album vor, vier Jahre nach ihrem Debüt „L’abime Devore Les Armes“. Grollig tiefe Riffs überwalzen im Opener „Linceul Immense“ abgründige Synthklänge mit Hilfe des rhythmischen und sich steigerndem Drumwerks. Sehr kurz fällt der Übergang in das straighter losdreschende „Sacrifice Ardent“ aus, man merkt, die Rhone-Alpener haben was vor. Dass die Lyrics in ihrer Landessprache gehalten wurden, fällt kaum auf. Etwas weiter hinten im Mix stehen die ziemlich tief gurgelnden Vocals und wollen offensichtlich eher dem Gesamtausdruck zuträglich sein, als verstanden werden. Halbtonschritte und kleine Disharmonien salzen den Sud weiter an, aber auch die unverzerrten Gitarren in „Une Cage D’os“ haben Würze. Abseits der Riffs sorgt die Gitarre für weitere musikalischere Zutaten mit einzelnen Ideen, die greifbar bleiben. Rückkopplungen als melodisches Stilmittel wie in „Cercueil De Vase“ machen den brodelnden Kessel vielseitiger. Für alle Freunde dieser Mucke, die mit zusätzlicher Stimmungsunterstützung durch Computersoundwänden klarkommen, weil vielleicht sonst die Stimmung sehr gut mundet, könnten dieses neun Tracks interessant sein. Ein gutes Beispiel dafür wird es mal sein, in das Finale von „Germes De Mort“ hineinzuhören, denn dort hat der Gitarrist, der sich einfach mit ‚B‘ abkürzt, deutlich mit Synthies zugeschlagen.
Wertung: 7,5/10
Autor: Joxe Schaefer
| Label: | TRANSCENDING OBSCURITY |
| VÖ-Datum: | 31.07.2026 |
| Running Time: | 51:59 |
| Format: | CD, Vinyl, Mp3 |
Erhältlich bei:
Idiots Records


