ZERRE – rotting on a golden throne

In Thrasherkreisen gibt es eine Scheibe, die ziemlich heiß erwartet wird. Und die titelt nun „Rotting On A Golden Throne“ und kommt aus Würzburg. Möglicherweise liegt das daran, dass Zerre in ihrer Gegend steile Livenummern absolviert haben, was sich weit in der Republik herumgesprochen hat. Das Intro beginnt erstmal kleine Brötchen backend mit der Akustikgitarre, bleibt aber selbstgespielt und wird in seinen über eineinhalb Minuten Länge nicht langweilig. Danach knallt das treibende „Pigs Will Be Pigs“ hinterher und lässt ein allen Belangen keine Erwartungen offen. Kommt mit Soli, Gangshouts und allem Geschisse. Das Ding haben wir in Gießen auf dem ‚Eaten Alive‘ Fest vor einer derbe abfeiernden Menge schon live gesehen, funktioniert also vorzüglich. Vor dem Siebenmimüter „Mental Vacation“ wird es nochmal etwas seichter, bis die erwartete Klopperei Einzug hält. Die garstigst geshouteten Vocals von Nico kommen hier noch markanter. Jetzt sofort mal live erleben wollen würden wir jetzt sofort das knackige „Concrete Hell“, mitbrüllend und fistraisend selbstverständlich. Das Titelstück mittig der zweiten Plattenhälfte kommt mit seinen Ripp-offs sehr zügig und beinhaltet zum Schluss das Intro zum Folgenden „Tin God“. Klingt komisch, ist aber so. Stört aber auch nicht wirklich. Spätestens zu den wieder einmal sehr cool wirkenden Gangshouts denkt da niemand mehr drüber nach. Auch das nachvollziehbarere Solo kann einfach alles. Wie abgeschossen beschließt der dreiminütige Killer “No Alibi“ den Reigen, haben wir übrigens auch in Gießen zu abgefeiert. Auf ihrem neuen Album werden ihre Tugenden beibehalten, die Attribute, die wir auf „Scorched Souls“ zu schätzen gelernt haben. Alle acht Stücke nach dem Intro haben das Zeug, zu Liveehren zu kommen. „Rotting On A Golden Throne“ wird noch für längere Zeit im Player bleiben und die Thrasherwelt für einige Zeit stark beschäftigen. Achten wir mal aufmerksam die Liveankündigungen, vielleicht werden sie ihren geografischen Umkreiszirkel für ihre Auftrittsorte erweitern. Jetzt bleibt unterm Strich nichts anderes übrig, als neun Punkte rauszuhauen. Bis jetzt die Platte des Jahres!

Wertung: 9/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:DYING VICTIMS PRODUCTIONS
VÖ-Datum:27.03.2026
Running Time:40:45
Format:CD, Vinyl, Mp3

Erhältlich bei:
Idiots Records

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