DEATHWARDS – realms of sin
Steht man auf unverfälschte Extreme aus dem Underground, dann sollte das Debütalbum „Realms Of Sin“ von Deathwards die Erwartungen erfüllen. Ungestüme Speedattacken holzen durchs Gebälk, während auf herkömmlich strukturiertes Songwriting verzichtet wird. Dabei bewegt sich der Vierer in einer klareren Produktion, der man den Staub aus dem Proberaum noch anmerkt. Es wird dabei weniger aus den Tiefen geschöpft, durch die unclean geschimpften Vocals auch nicht, doch man steht dabei soundtechnisch definitiv in vergifteter Dunkelheit. Leads und Soli verbreiten noch mehr Panik, wie beispielsweise in „Supplicum“, was die sehr hoch gekloppte Geschwindigkeit von „The Sore Weight Of Repetance (Violence)“ von allein erledigt. Leicht gebremst geht das kurze „Gold In The Abyss“ in die Vollen, das gefährliche Chaos aber bleibt. „Worms Of Malebolge“ marschiert mal durch ein rhythmisches Midtempo, und dem vertrackterem „Lawless Fire (Lucifer)“ wurde ausklingend ein ekliges Sample mit Hallgeräuschen verpasst, nachdem kurz eine Glocke zum Einsatz kam. Die zehn Tracks, inklusive dem angehangenen Bonustrack „The Black Key“, stehen in urtümlichen Gefilden, dass die mit Chile angegebene Herkunft des Vierers nicht verwundert. Diese elf Tracks sollten Gehör finden. Immerhin fallen sie im Regal mit dem Coverartwork schon mal auf, weil es optisch an die Briten von Cathedral erinnert.
Wertung: 7,5/10
Autor: Joxe Schaefer
| Label: | SEPULCHRAL VOICE RECORDS |
| VÖ-Datum: | 30.10.2026 |
| Running Time: | 41:55 |
| Format: | CD, Vinyl, Mp3 |
Erhältlich bei:
Idiots Records


