IN PAIN – my knife cuts flesh
Ganz klar Schwedendeath! Zum dritten Mal hauen die in 1992 Gegründeten ein Album raus; ihr erstes erschien im Jahr 2019, also recht spät. Coole Sache schon mal, doch so fett wie das Cover aufträgt, wurden die neun Tracks nicht produziert. Das soll so sein, verrät ein Blick auf die Kbit-Zahl des Mp3-Players. Die Bitrate der Sounddateien ist mit 267 Kbps hoch genug, um überdurchschnittlich gut zu klingen. Doch die Becken zischen und es kratzt blechern bei zu wenig Tiefen. Würde bloß eine wärmere Analogproduktion nach Tapeformat schreien, hätten die Schweden mehr erreicht. Vom Songwriting her gibt es mehr zu bejubeln. Die Songlängen bleiben kompakt zwischen dreieinhalb und fünf Minuten, und darin bekommt der Hörer hochwertige Ideen geliefert. Temposchübe wie in „The Tower“ werden gerne genommen, auch eine gediegene Mitmoshphase in „Undead“ lässt aufhorchen. Die erzählende Struktur von Lead und Riff in „The Northern Darkness“ nehmen mit, und das nachvollziehbare Tiefenriff von „Nightmare Creatures“ beansprucht den Nacken. Die Akustische in „They Were Once Buried“ überrascht jetzt nicht wirklich, ordnet sich aber insgesamt gut ein. Gar nicht so verkehrt diese neun Tracks. Doch durch wegen des Soundmangels werden sie sich wohl keiner häufigen Durchläufe erfreuen.
Wertung: 5/10
Autor: Joxe Schaefer
| Label: | HELTER SKELTER PRODUCTIONS |
| VÖ-Datum: | 23.10.2026 |
| Running Time: | 41:26 |
| Format: | CD, Vinyl, Mp3 |
Erhältlich bei:
Idiots Records


