MISOTHEIST – same

Coole Sache, wenn man grad gut einen Batzen Krach vertragen kann. Das Selbstbetitelte von Misotheist kommt da mit seinen drei dicken Felsen gerade recht, wo jeder zwischen zehn und zwölf Minuten wiegt. Nun ist das erstmal nichts Hervorstechendes, wenn eine Black Metal Band aus Norwegen kommt, doch im Falle dieser Platte wird sehr angenehm dunkel grollender Urwuchs zum Trade. Wiedererkennbar werden auch die gewaltig bollernden Drums sein, die zusammen mit fiesem Geröchel in der brummenden Produktion für Wucht sorgen. Im Hintergrund verborgene Melodien dringen nur allmählich durch und gelangen die Trondheimer in “Carriers Of Captivity” zu Unverzerrtheit, dann wird’s auch schräg. Die zarten Saiten von “Beast And Soil” eröffnen jedoch gerader, bevor sich die Grollwalze weiter in Bewegung setzt. Im Vordergrund steht hier nichts, auch nicht die Personalien oder Gesichter der Protagonisten hinter diesem Album. Weils schon eine sehr starke Angelegenheit geworden ist, würde es nicht verwundern, wären es namhafte Mucker aus der Szene. Eine beeindruckende erste Vorstellung. Mal sehen, wie ihr Weg weiter geht …

Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer