PARAGON IMPURE – sade

Das ist Black Metal der alten Schule. Dieses Trio war von 2004 bis 2009 schon mal aktiv. Jetzt wollen es die Belgier aus Antwerpen noch einmal wissen und schmeißen ein zweites Album raus. Der Titel des Werkes darf sich schnell erklärt sehen, wenn man weiß, dass es als eine Hommage an das Vermächtnis des Adeligen Marquis de Sade gedacht ist. Wegen seiner antichristlichen Grundhaltung stellt der schwarze Stahl genau das passende Podium dar. Dabei interpretiert man ebenfalls auf der musikalischen Seite das Genre stilgetreu. Soundmäßig etwas über Undergroundverhältnisse mit einer klaren uncleanen Stimme, benutzt man grummelig dumpfe Drums und disharmonische Leads, seine Ideen zum Thema auszudrücken. Fernab von eintönigen Parts rücken die Mannen mit Säcken voll von Abwechslung eher dem Prog nahe ohne abzuschweifen. Interessant diese Vielfalt, ohne auf den Punch zu verzichten oder Druck zu vernachlässigen. Das Schaffen beider, sowohl das des 1814 Verstorbenen wie auch das der Belgier für dieses Album, muss als anspruchsvoll deklariert werden, und zwar noch wesentlich mehr, als es dem kleinen Spießbürger lieb ist. Dieses Album kann Interesse wecken, sich mal einen Roman wie „Die 120 Tage Von Sodom“ zu greifen, um die Ableitung aus des Franzosens Namen für den Begriff ‚Sadismus‘ zu ergründen.

Wertung: 8,5/10
Autor: Joxe Schaefer