CANDARIAN – trepanacion

Auch wenn das Coverartwork trotz nicht unpassender Thematik weniger der Eyecatcher geworden ist, sollte der Oldschool Death der Mannen aus Costa Rica Erwähnung finden. Denn sie machen definitiv so einiges richtig, da bringen wir diese Eindrücke mal zu Wort. Zuerst beeindruckt schon mal, wie einzelne Riffs das Intro „Spectral Superstitions“ bestimmen. In „Altars und Ancestors“ wird übergangslos die Marschroute festgelegt und wir recken schon jetzt alle Daumen hoch! So einnehmend und dunkelgrollig werden wir doch gerne nach unten gezogen. Und weil wir ja wissen, dass aus Mittel- und Südamerika in den seltensten Fällen etwas Trendverseuchtes kommt, und allein dadurch schon Aufmerksamkeit erregt wird, wollen wir uns jetzt schon sicher sein, nicht enttäuscht zu werden. Sollte jemand im Intro einen Einspieler vermisst haben, wird zum punktuierten Tiefenbohrer „Skull Drilling Exorcism“ fündig. Die Vocals hallen trocken von weiter hinten durch, gefühlt in „Relinquished Viscera“ noch etwas tiefer. In fast acht Minuten Spielzeit bringt „Villipendio Del Cadaver“ die Intensität auch in gebremsterer Form, mit wieder richtig coolen Einzelriffs. Ein Abschlussbollwerk nach Maß. Das Quartett stellt mit „Trepanation“ ein beachtenswertes Debütalbum in die Verkaufsregale, das von der Zielgruppe hoffentlich entdeckt wird. Die sieben Tracks können in den dreiunddreißig Minuten nämlich mächtig mitnehmen. Mögen wir damit noch einige Abfahrten vor uns haben! Vinyl ist Pflicht!

Wertung: 8,5/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:MEMENTO MORI / ME SACO UN OJO
VÖ-Datum:27.04.2026
Running Time:33:19
Format:CD, Vinyl, Mp3, Tape

Erhältlich bei:
Idiots Records

Weitere Reviews