HORRIFIER – revelations of gore
Von allen Bands auf diesem Planeten, die sich dem Namen Horrifier gegeben haben, sind dies hier die Death Metaller aus Oslo mit ihrem zweiten Album. Erst senden sie uns ein undefinierbares Intro mit konfusem Stimmgewirr in die Ohren, dann erst folgt das erlösende Riff. Die Norweger kennen hauptsächlich zwei Geschwindigkeiten, sehr gemächlich und snareverwirbelnder Oberspeed. Und dann marschiert mal der Uptempopart im Schluss von „The Ingestion“ daher, was fröhlich stimmt und mitwippen lässt. Aushauchende Growls bleiben kurzatmig und schaben die Hornhaut vom Zeh. Ein eingängiges Lead in „Rejoice, Children Of The Flesh“ geht schon in den Gedanken in Richtung Cathedral, aber nur so lange, bis wieder Nähmaschinenspeed angesagt ist, und eine Stimme gesprochenes Wort predigt. Letztendlich bloß ein weiterer Hinweis darauf, dass der Doomgedanke oft gar nicht so weit entfernt ist. Ziemlich kurz und knackig sind die Übergänge zwischen den Songs geworden, fällt dann mal zum flockiger rockigen „Body Hoarder“ herüber auf. Was noch sehr gut gefällt, sind die tieferen, groben Becken, welche das erdige Grummelgeriffe cool anwürzen. Der Ideenreichtum der Norweger lässt die acht Songs nach dem Intro voneinander so unterscheidbar sein, dass man sich die Albumvielfalt gerne öfter geben will. Das finale „Blood Of Ascension“ klingt auch irgendwie schon etwas nach Abschied, aber die Repeat-Taste an den Abspielgeräten ist ja schon erfunden.
Wertung: 7/10
Autor: Joxe Schaefer
| Label: | PERSONAL RECORDS |
| VÖ-Datum: | 07.08.2026 |
| Running Time: | 38:05 |
| Format: | CD, Mp3 |
Erhältlich bei:
Idiots Records


