ATMORAN – we fight back

Dies hier ist das erste Album des seit 2019 aktiven Vierers ganz aus dem Norden Hollands. Zuerst taten sie eine Split, eine EP sowie reihenwiese Singles raus, bevor das Zeug für den Debütlongplayer vorhanden war. Drei der bereits als Single veröffentlichten Songs landeten auch auf dieser Scheibe. Gestartet wird mit dem kernigen „The Cross“, welcher auch live ihr Opener ist. Dort lässt ein anständiges Riff aufhorchen, dann folgt die ganze Wucht der Ein-Gitarren-Maschine, wie eine solche eben wuchtig sein kann. So bleibt es durchsichtig und bei aller Extreme auch überschaubar. Es macht ihren Sound aus und wirkt auch echt. Fetischisten von Doppeläxten werden das ebenfalls zugeben müssen. Sehr schön, dass sich das Instrumental „Penumbra“ mitten in den Albumsound einfügt, ohne langsamer oder leiser zu werden. Der Legende nach sollen die Friesländer auch Core in ihrem Stil mit vereinigt haben. Wer das genauer ergründen will, kann ja mal die Versrhythmik von „Inner Me“ genauer unter die Lupe nehmen, oder vielleicht auch die Ripp-offs zu „Wholesale Massacre“. Wer nicht, wird mit der Mischung aus Thrash und Death schon sehr zufrieden sein. Bei uns jedenfalls liegt es am transparenten Sound und an den klassischen Riffideen, welche die Songs schon lostreten. Eine kleine Überraschung bieten uns die Holländer dann doch noch, als im geschossen kommenden Titeltrack „We Fight Back“ plötzlich für eine Zeile die Vocals chemisch am PC verändert wurden. Doch ohne den Anspieltipp des rhythmischen „Parasite“ zu nennen, in dem uns von den straighten Doppelfußphasen bis zum Schluss einfach alles gefällt, wollen wir diesen Absatz nicht beenden.

Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:EIGENPRODUKTION
VÖ-Datum:04.05.2026
Running Time:32:28
Format:CD, Vinyl, Mp3

Erhältlich bei:
Idiots Records

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