W.M.D. – against all warnings

Die Überschrift für diese Wahnsinnigen ist Thrash, doch noch viel deutlicher nimmt das Ohr Speed wahr, und das schon gleich mit dem abwechslungsreichen Opener „Eyes Of A Killer“. Weiterhin muss beim Aufzählen der ersten Eindrücke auch gleich das hellere Schreigebrüll von Gitarrist Skyler Mill erwähnt werden, der dabei bevorzugt in einer Tonlage bleibt. Das Titelstück danach kloppt mit noch höherem Tempo alles platt. Das Geschrei geht in Sachen Tonlage auch gefährlich eine Stufe höher. Zusammen mit dem melodischen Mittelpart gleich ein dicker Anspieltipp! Noch so eine Speedwatsche liefern die Kanadier aus Alberta mit „The Black Expanse“, in dem das Vokalgeschimpfe schon fast für Corefreunde interessant wird. Freundlich ist hier gar nichts, und hohe Geschwindigkeiten sind Trumpf, soviel ist definitiv klar. Leiser und zunächst unbrutaler wird „Post Human Predator“ freigelassen, durch die Drumverwirbelungen sollte dann aber gewarnt worden sein. Das verzichtbare Instrumentalintermezzo „March Of Death“ soll über zwei Minuten die Aufmerksamkeitsspanne überbrücken, bevor das Abschlusstriple, bestehend aus dem Midtempoklopfer „The Thin Red Line“, dem als Volldampfrocker startenden Monument „Already Dead“ und dem Krawallfinale von „Painful Vengeance“ das Paket verschnürt. Ob die Buchstaben des Bandnamens für ‚With Might Destroyed‘ oder ‚Wallop Motherfucking Delays‘ stehen, kann man spekulieren. Tatsächlich aber bedeutet es ‚When Minds Develop‘. Na ja, ohne die häufiger auftretenden, bedächtigeren Parts geht es hier jedenfalls nicht. Die drei Members kennen sich vom gemeinsamen Musizieren bei Hyperia, weswegen sie keine Szeneneulinge sind, was man wiederum diesem, ihrem zweiten Album, anhört. Und das, obwohl es keinesfalls zu fett produziert wurde.

Wertung: 7,5/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:EIGENPRODUKTION
VÖ-Datum:05.06.2026
Running Time:40:19
Format:CD, Vinyl, Mp3

Erhältlich bei:
Idiots Records

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