IRON SLAUGHT – metallic torments
Zeit für den D-Zug, Zeit für Iron Slaught aus Tarbes und ihrem zweiten Album. Das selbstgezockte Intro „Harbinger Of Afflictions (Prelude To Torments)“ macht schon mal über seine Länge von drei Minuten für den Reigen der nächsten sieben Tracks richtig Bock auf mehr. Denn es offenbart sich schon eine Liebe zu klassischem Metal mit Melodie und Obertempi. Die Franzosen drehen mit dem Folgenden „Ghastly Obsession“ die Speed Metal Schraube noch höher. Dann wird es mit „Soldier Of Fortune“ (kein Cover von Deep Purple, Gary Moore, Thin Lizzy oder Bloodlust…) ziemlich interessant. Zum Thema der Vocals muss bei diesem Song gesagt werden, hier klingen sie wesentlich melodischer und treffsicherer als noch zuvor bei „The Executioner“, dass der Band mehr Klasse attestiert werden kann. Glocken in Metalsongs sind immer sehr plakativ und markant, deswegen muss an dieser Stelle auch das hochgeschwindigkeitsliebende „Condamne Pour L’Eternite“ genannt werden. Auch schon deswegen, weil die Vocals hier wieder roher und unclean geraunzt werden. Die klar Gesungenen haben definitiv mehr Format, mit den anderen bedienen sie mehr die härteren und ungestümeren Fraktionen. Gesungen wirkt das leicht im Tempo gedrosselte „Charme Funeste“ schon fast wie eine Ballade. Ist es aber nicht, aber alle Daumen hoch! Zum Schluss der Scheibe befinden sich die acht einhalb Minuten von „Fatal Retaliations“, noch einmal mit beiderlei Vocals. Songwriterisch hochwertiges und sehr klar und druckvoll produziertes Zeug, das Iron Slaught, im Wesentlichen bestehend aus zwei Mann, perfekt eingespielt haben. Nicht schlecht, Herr Specht!
Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer
| Label: | GATES OF HELL |
| VÖ-Datum: | 10.07.2026 |
| Running Time: | 43:54 |
| Format: | CD, Vinyl, Mp3 |
Erhältlich bei:
Idiots Records


