CRYPTORIUM – through the bowels of ceaseless dissonance

Das zweite Album „Through The Bowels Of Ceaseless Dissonance“ erscheint noch im selben Jahr des Todes ihres Bassisten Karl Arvidsson. Sanfte Pianoklänge zu Anfang eines Dampfhammer Death Metal Albums sind nicht gerade gewöhnlich, die restlichen neun Tracks haben jedoch hohes Aggrolevel und produktionstechnisch warmen Klang bei voller Sounddichte. Viele Ideen stechen heraus, zum Beispiel der markant und definitiv nicht nackenschonende Marschierrhythmus gegen Ende des Titeltracks. Das Getrümmer ballert flächendeckend und scheint die Gefilde in Sachen hohe Tempi noch weiter nach oben ausloten zu wollen, wie „In Bitter Remorse“ gezeigt wird. Hier taucht übrigens noch einmal das leise Piano aus dem Intro auf, als wollte man nach der Prügelattacke die Gemüter wieder besänftigen. Moderne Momente treten im Sound der Schweden auf, wenn die Leadgitarre ein paar Machine Head Gedächtnisquietscher einstreut; die Anzahl von kurzen Samples bleibt sehr niedrig. Diesmal insgesamt sehr wenig Nu-Anteile für ein Output des Labels. Röhrend der Bass zu einem unserer Favoriten „Concrete Interment“ danach beeindruckt eine bollernde Obergewalt in „Malignant Crucifixion“. Zum Schluss lässt sich leicht sagen, dieses Album wird man öfter hören. Von daher lohnt sich definitiv die Anschaffung. Am besten natürlich im Vinylformat, allein schon um das grandiose Coverartwork in den Händen halten zu können.

Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:TRANSCENDING OBSCURITY
VÖ-Datum:30.10.2026
Running Time:43:15
Format:CD, Vinyl, Mp3

Erhältlich bei:
Idiots Records

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