AIMLESS DEATH – inquisition

Natürlich erinnern wir uns noch an Aimless Death, das ist nachvollziehbarer und zum Mitzappeln animierender Oldschool Death. Ihr Liveauftritt in Recklinghausen im vergangenen Jahr ist noch gut im Gedächtnis, ihre Vorgängerscheibe “Mountains Of Madness“ und ein Shirt haben wir damals gleich eingetütet. Jetzt kommt die neue Scheibe, und die setzt noch einmal einen drauf. Der Reigen von zehn Tracks beginnt mit dem Titelstück und dem straighten Killer „Barbed Wire Crown“. Noch direkter, noch schneller haut uns „Bloodlust“ (kein Cover von Venom!) was auf die Zwölf, damit haben wir es mit einem extrem fettstarken Start zu tun. Das sind gleich drei unbedingte Anspieltipps, die uns zeigen, bei dem Fünfer aus Kulmbach geht es deutlich nach vorne. Der ins Bein gehende Bangmarschierpart im plakativ betitelten Doublebassmonster „Inferno“ setzt weitere Akzente. Soli fallen geil und nicht zu knapp aus, da will man gleich die Luftgitarre rausholen, auch wenn man grad am Schreibtisch hockt. Geil auch die Tonanhebung im Chorus vom epischeren „Acid Rain“, mit fünf einhalb Minuten der längste Track ihres Zweitwerks. Grollwalzend die Riffteppiche in „Of Lesser Man“, die kontinuierlich immer weiter treiben. Ganz zum Schluss macht das Doppelfussgemetzel von „Kings Of The Gutter“ den Deckel drauf, ein kurz und bündiger Abschluss von intensiven 41 Minuten, die man am liebsten gleich noch einmal durchlaufen lässt. Es wurde „Inquisition“ eine der geilsten Death Metal Scheiben, die bislang dieses Jahr rauskamen. Sicher wird sie in meine Jahres-Top Ten auftauchen. Jetzt muss ich nur noch wieder ihr Shirt raussuchen, wo fett verlaufen „Terror From Beyond“ auf dem Rücken steht, bevor die nächsten Festivals anstehen…

Wertung: 9/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:A.D.G. RECORDS
VÖ-Datum:30.05.2026
Running Time:41:43
Format:CD, Mp3

Erhältlich bei:
Idiots Records

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