GOHOLOR – locus damnatorum
Diese gar nicht so uninteressanten Draufklopper haben zwar schon vor zehn Jahren die „In Seaculis Obscuris“ EP abgeworfen, blieben aber bei den Allermeisten unter dem Radar. Nun steht das erste Album an, und auf dem steigen die Slowaken sofort voll ein. Ohne Vorspann oder gar einem meist eh überflüssigen Intro. Das erste Album dieser Black Deather setzt von vorne weg auf einen ballerigen Bassdrumteppich und Riffrasereien. Dabei haben auch die Drums eine angenehme Produktion erfahren, und stehen im Mix mit etwas Hall keinesfalls zu weit vorne. Auf diese Art lassen die Leadgitarren ihre kurzen Melodiebögen hindurch. Ohne Hall geht es auch für die nicht zu tiefen Growls nicht, gewinnen dadurch aber noch an Garstigkeit. Das eisige Riff in „Black Rising Suffering“ kommt klar nach altem Black Metal, der insgesamt vor dem Death immer mit einer Nasenlänge Vorsprung über die Ziellinie geht. Zarte Klänge wie zum Achtminüter „Last Goran Devoured By Death“ überraschen weniger, einerseits auch wieder deswegen, weil die Akustischen ebenfalls mit Hall bedacht wurden, aber auch andererseits, weil das Songwriting diese Idee homogen einbaut, bevor wieder kalte Riffs übernehmen. Super Sache, diese achtunddreißig Minuten. Jetzt nicht gleich so überragend, dass wir nun gar nichts anderes mehr hören wollen, aber doch so sehr, dass dieses Debütalbum einige Durchläufe bekommen wird und gerne mal von einer Bühne herunter gehört werden will.
Wertung: 7,5/10
Autor: Joxe Schaefer
| Label: | PERSONAL RECORDS |
| VÖ-Datum: | 08.05.2026 |
| Running Time: | 38:19 |
| Format: | CD, Mp3 |
Erhältlich bei:
Idiots Records


