IN OBSCURITY REVEALED – caustic maelstrom
Während draußen die Tage deutlich dunkler werden, kommen die Mexikaner von In Obscurity Revealed mit ihrem zweiten Album aus dem Loch. Bei Underground Death Metal aus ihren Breiten darf mit Oldschool gerechnet werden, wie schon auf ihrem Debütalbum „Glorious Impurity“ aus 2018. Übel gelaunt zerstört der Opener „Engulfed In Caustic Maelstrom“ alles und jeden, teilt sofort unmissverständlich mit, dass hier keiner Schönheit gehuldigt wird. Melodien sind in ihrem Soundtrack des Abrisses mit drin, biegen aber nach unten. Hauptfeld sind Trümmerorgien. Die Drums haben nämlich permanent Druck, die prügeln und wirbeln so das Fundament für das Chaos. Der Sound klingt verdorben nach Fäulnis und die Growls von Basser F.M., übrigens das letzte verbliebene Urmitglied des Vierers, sind ebenso übel drauf. Soli schreien in „Necrotivally Gray Hand“ ausgiebiger von hinten hervor, eine häufiger auftretende Gebärde der Leadgitarre. Dass auch der Bass nichts Gutes im Schilde führt, zeigt ein Schlusspart von „Voluntary Immolation“ deutlich. Am Ende steht der Siebenminüter „Sulfur-Clotted Wounds“, das längste Stück der Platte und der erwartet fette Brocken zum Finale. Wem das ansprechende Coverartwork eh schon ins Auge gestochen ist, kann das Teil auch gleich abgreifen, da macht man gar nichts verkehrt. Nur blöd, dass es davon kein Vinyl gibt.
Wertung: 7,5/10
Autor: Joxe Schaefer
| Label: | PERSONAL RECORDS |
| VÖ-Datum: | 09.10.2000 |
| Running Time: | 38:39 |
| Format: | CD, Mp3, Tape |
Erhältlich bei:
Idiots Records


