TASKFORCE TOXICATOR – countdown to death

Draußen strahlt das schönste Strandwetter, und wir schrauben hier bei geöffneten Fenstern an einem Review einer Thrashband aus der Heimat. Schon etwas strange, auch weil sich zu Hause grad Regenwolken ausleeeren, aber hier muss das Teil nun der ganze Block mithören. Geradeaus gedroschen erfahren wir Gerase wie bei Sodom, denn amtlich Draufgehauen wird ordentlich. Schrägen in den geschimpfbellten Vocals gehören da rein, das weiß man spätestens beim Zweiten „Mental Agony“. Im Anschluss lässt „Intergalactic War“ angenehm den Bass nageln. Die Science Fiction Krieger gelangen sehr auf den Punkt mit dem, was sie zu sagen haben, denn alle zwölf Tracks kommen in kompakten Maßen um die drei Minuten. Jeder der Songs hat seine kleinen Akzente, die man wiederhören will. Bei „Revived Scum“ sind das die Ripps-offs. Bei den ganzen Attacken fällt „Midnight Mass“ mal gleich auf, denn der Banger startet verhaltener. Auf der Scheibe wird ein Flitzesolo nach dem anderen gepflanzt, davon gefällt uns das knackige Gerase in „Countdown To Death“ am coolsten. Unbestritten mag der Fünfer auch Araya und Co., gemessen an dem „Angel Of Death“-mäßigen Slayerschrei zu „Rebellion Strikes Back“. Selbstbewusst marschiert „Strike ‚em Down“ dem Finale entgegen, doch die Geschwindigkeit wird noch einmal erhöht. Denn zum Schluss schießen sie uns noch „Die Alone“ um die Ohren, mit dem sie uns nach achtunddreißig den Hahn abdrehen. Ganz schön was los auf der Platte. Wer genau auf diese Schiene abfährt, wird dieser Tage auch live nicht enttäuscht werden, denn die Münsteraner sind mit diesem zweiten Album bereits munter unterwegs, die Bühnen zu beackern.

Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:IRON SHIELD
VÖ-Datum:18.09.2026
Running Time:38:31
Format:CD, Vinyl, Mp3, Tape

Erhältlich bei:
Idiots Records

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