RAPID – enter the realm of fire

Die vor vier Jahren vorausgegangene EP „Blackstar Oppression Regime“ hat den Grundstein gesetzt, jetzt ist der Chaosdreier beim Debütalbum angelangt. Die Truppe um Ranger Livegitarrist Atte Nikku schlägt nun in Longplayerlänge zu, und wer Ranger kennt, rechnet auch hier nicht mit zu langsamen Geschwindigkeiten. Und so soll es sein. Das Intro der folgenden zehn Tracks heißt auch bloß so. Aber wer steht schon auf Einführungsklänge, vor allem, wenn ein Opener wie „Witchcraft Of Sorrow“ alles plattwalzt? Die Affinität der Finnen zum Sound der Siebziger, den sie im Black Rahmen mit einbringen, kommt im markig gesungenen „Wielder Of Might (Death From Above) noch mehr heraus. Die Finsternis regiert, und es rockt. Melodien und Hall auf den Vocals gehen auch in Ohrenpaare, die andere metallische Unterspielarten gewohnt sind. Das Böse regiert mit, wie beispielsweise die Gurgellaute im Intermezzo „Gaze Of The Black Void“ verdeutlichen. „Black Poison“ rockt sowas von und hat was von Motörheads „Traitor“, während „Pest Eater“ durch die fragil gesungenen Melodiebögen auffällt. Nicht umsonst steht ein dynamischerer Song wie „Beyond The Gates Of The Rapid Flames“ mit seinem verknotetem Startsolo am Schluss der Scheibe, denn hier kommt abwechselnd noch einmal alles auf den anvisierten Punkt und man kriegt durch hymnischere Leads echt Bock auf mehr. Also Repeat drücken und schon mal die alte EP aus dem Regal holen… Schön unperfekter Launeverursacher, dieses Werk aus Finnland mit elf Tracks. Hoffentlich dürfen wir das Zeug bald live abchecken, das dürfte cool werden.

Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:CD, Vinyl, Mp3
VÖ-Datum:21.08.2026
Running Time:43:45
Format:DYING VICTIMS PRODUCTIONS

Erhältlich bei:
Idiots Records

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