ABUSER – blood marks
Von allen Bands auf diesem Planeten, die sich den Namen Abuser gegeben haben, sind dies hier die Thrasher aus Polen mit ihrem ersten Album. Das was da gleich zu Anfang verwirrt, sind akzentuierte Profiparadiddle. Bedeutet das jetzt, dass wir ein besonders technisches Thrashalbum erwarten dürfen? Nun, es geben die vier Klopper tight was aufs Maul, wie das von einer ambitionierten Oldschoolband auch erwartet werden darf, und nicht nur „Suspended In Torture“ stellt auch voll die fette Wand auf, in dem die Technik der Drums im Vollspeed dabei gerne beachtet werden darf. Auch wenn es danach im Titelstück straighter, aber nicht langsamer wird, sind es die versierten Drums von Jakub, die immer wieder für Hinhörmomente sorgen. Ebenso wie im leicht gebremsteren „Fin De Sciecle“. Jeder Song trifft duch Riffgewalt und angepisste Bellshouts, dass er gleich noch einmal gehört werden will. Noch markanter ihr Oberspeed Anthem, selbtbewusst kurz vor Schluss gesetzt. Unbedingter Anspieltipp! Danach macht nur noch der Abreißer „Witnessing Madness“ alles platt, dass nichts mehr steht. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass die Gangshouts in den zehn Tracks hier übrigens Riot-Vocals heißen, deren Existenz ein weiteres Zeichen für roughere Marken bedeutet. Was für eine Keule, die wir da erleben dürfen, ganz schön was los hier. Da verwunderts auch nicht, dass diese Scheibe in bloß 36 Minuten runtergekloppt ist. Jedenfalls wurde „Blood Marks“ so ein geiles Album für die Ewigkeit, dass man bei dem Namen Abuser bald in erster Linie nur noch an die vier Thrasher aus Breslau denkt.
Wertung: 9/10
Autor: Joxe Schaefer
| Label: | EXTREEM MUSIC |
| VÖ-Datum: | 07.05.2026 |
| Running Time: | 36:09 |
| Format: | CD, Mp3 |
Erhältlich bei:
Idiots Records


