RUYNED – profanum sacrificium
Die Speed-Rumänen von Ruyned sind wieder am Start. Erst haben sie vor zwei Jahren mit ihrem Debütalbum aufgeräumt, und jetzt legen sie das zweite Album nach. Wurde auch Zeit, will man sagen, auf jeden Fall wissen wir beim Durchhören dieses Albums, was wir in der Zeit vermisst haben. Das tighte und zeitgemäss produzierte Zeug fängt aber mit einem Akustikintro an. Einige kurze Parts, in denen das Tempo etwas herausgenommen wird, machen die Sache nur noch bunter, die nicht zu tiefen Shouts der uncleanen Sorte halten auf der anderen Seite aber schön dagegen, dass bloss nichts zu melodisch oder gar zu soft wird. Das kommt bei dem Trio erst gar nicht in die Tüte. Erst zu „Orgasm Through Death“ wird mal einen Gang heruntergeschaltet. Der Marschierer kann was, geht sofort rein und muss mit seinem Speedpart, natürlich ist einer mit drin, zu dem Anspieltipps dieser Platte angeführt werden. Außerdem, was noch ziemlich wichtig ist, dürfte diese Platte auch Thrashern gefallen, da beißt die Maus den berühmten faden nicht ab. Das finster klingende Intermezzo „Daemonis Ritualis“ ist bloß ein Ausholen zum zackigen Rundumschlag des Titelstücks. Ein weiterer Anspieltipp, das war ja irgendwie klar. Die Leads in „Wiches Gallöw“, schön mit ‚ö‘ geschrieben, sind schon etwas Maiden auf Speed, kommt aber seeeehr gut, sowas gefällt dem findigen Metaller. Danach folgt nur noch das Outro, wie der oben beschriebene Vorspann ebenfalls akustisch. Ziemlich geiles Teil. Bei dem starken Obergerase ist es uns auch völlig egal, dass die Gesamtspielzeit unter einer halben Stunde bleibt. Das Ding ist in allen Formaten erhältlich, also weiß der mündigte Oldschooler, was zu tun ist.
Wertung: 8,5/10
Autor: Joxe Schaefer
| Label: | OSMOSE PRODUCTIONS |
| VÖ-Datum: | 26.06.2026 |
| Running Time: | 29:48 |
| Format: | CD, Vinyl, Mp3, Tape |
Erhältlich bei:
Idiots Records


