INTO DARKNESS – route to the other side

Es gibt was neues von den Mailändern Into Darkness. Zuletzt hatten wir ihre EP „Cassini-Huygens“ im Visier, benannt nach einer Space-Mission. Nun sind drei Jahre um und der Vierer hat seine Weltallaffinitäten nun auf einem Debütalbum sprießen lassen. Fünf der acht Tracks titeln wie Planeten, die anderen drei bleiben aber auch in dem Kosmos. Im Mittelpunkt steht All-Instrumentalistin Giulia, firmierend unter dem Pseudonym ‚Dommed Warrior‘. Ihre kernigen Growls haben alles, um der Stilistik und auch der alten Schule die erforderliche Bedienung zu geben. Für „Neptune“ schrägt sie ihre Shouts noch an und gelangt damit technisch in die Nähe von Asphyx-Röhre Martin van Drunen, sonst bleibt die weibliche Herkunft schon hörbar. Das Quartett macht musikalisch alles genau richtig, um in die Gehörgänge der Oldschool Deather zu gelangen. Zum Bangen verleiten marschierende Rhythmen in Saturn, bis für „Uranus“ der Bass den Vorspann nagelt. Epischere Phasen im Siebenminüter „Halley“ sind echte Hinhörer, die im nächsten Monument „Pluto“ ihre Fortsetzung finden, nur unterbrochen vom akustischen Intermezzo „Kuiper Belt“. Für das zweiminütige Titelstück, hier als Raketenstarter-Outro an den Schluss gepackt, zocken die Leads mal komplett durch. Das alles wurde krachig, staublos und mit Tiefe produziert, ohne Netz und doppelten Boden. Ob Into Darkness in ihren weiteren Missionen noch die sonnennahen Planeten Merkur bis Mars einen Besuch abstatten, konnte bei Erstellung dieser Zeilen nicht in Erfahrung gebracht werden.

Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:DYING VICTIMS PRODUCTIONS
VÖ-Datum:24.07.2026
Running Time:42:02
Format:CD, Vinyl, Mp3

Erhältlich bei:
Idiots Records

Weitere Reviews