TRANSILVANIA – magia posthuma

Wenn man mit dem Gedanken an das uralte Instrumental von Iron Maiden an diese Band herangeht, liegt man ziemlich falsch. Das offenbart schon die Friedhofsglocke in der Einführung dieser Black Thrash Platte, bis im Titeltrack die Riffs einsetzen. Ein behäbiger Marschierer mit Tempoanhebung, in dem das abschließende Solo nur leicht aus dem Getöse heraussticht, schon cool gemacht. Als zweites wird „Thrall“ schon etwas zügiger und auch eingängiger. Aber tempomäßig geht noch mehr, denn „Set The Tombs On Fire“ startet als Raser. Nachvollziehbarer die Mürberiffs im straighten Klopper „Tubercolosis Reigns“, während „A Tower To Confess“ mit Akustischer beginnt und erst noch schunkelig mitreißend wird. Geil auch das Hummelschwarmriff im Rauswerfer „The Faustian Bargain“. Die Innsbrucker können sich auf eine zeitgemäßere Produktion berufen, als der Undergrounder bei Black Thrash erwartet. Diese melodischen acht Tracks sind nicht für den untersten Untergrund, dafür haben sie zu viel Licht abbekommen, wie das Coverartwork Farbe. Das ist auch gar nicht verkehrt, zumal das Songmaterial auf dieser ihrer dritten Scheibe schon was kann und irgendwo auch der Wunsch erweckt wird, dieses Quartett mal live sehen zu wollen. Also checken wir mal die Tourankündigungen, vielleicht kommt da bald was …

Wertung: 7,5/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:INVICTUS PRODUCTIONS
VÖ-Datum:13.03.2026
Running Time:47:21
Format:CD, Vinyl, Mp3, Tape

Erhältlich bei:
Idiots Records

Weitere Reviews