NUCLEAR TOMB – epoch inhumane

Dieser Vierer aus Baltimore spielt Oldschool Death mit zwei Gitarren und legt grad sein zweites Album vor. Der Melodieanteil darf als gering bis ausgewogen bezeichnet werden und die Tracks haben Wiedererkennungswert. Die Abfolge der zehn Liedchen beginnt mit der Aufforderung einer männlichen Stimme, den Himmel zu beobachten, analog des Titels dieses Openers. Denn „Watch The Skies“ haben wir schon mal bei Space Chaser gehört, ist musikalisch aber gewisslich keine Coverversion geworden. „Falling Out The World Of Lies“, hat ein paar markante Breaks, dann startet „Unbowed And Averse“ völlig selbstbewusst mit einer Akustikgitarre. „Broken Promise-Barren Essence“ arbeitet sich vom leiseren Beginn schnell bis zu Speedgeschrubbe hoch, hält das Tempo zu Gunsten der nächsten Breaks aber nicht straight durch. Direkter scheint da das schnelle „Lifeless Transformation“ zu werden, welches sich auch gleich als definitiver Anspieltipp herausstellt. Im nachfolgenden „Butchers Lament“ wird es danach schon wieder ruppiger, bis sich ein sehr einschmiegsamer Mittelteil breit macht. Über Abwechslung können wir uns hier nicht beklagen. Zu „The Cowards Cruise“ wird dem Hörer dann das Höchsttempo verpasst, welches im krassen Gegensatz zu einem weiteren Akustikintro steht. So beginnt auch der Titeltrack, welcher das Finale dieser zeitgemäß produzierten Platte stellt. Starke Scheibe! Bitte nicht vom massiv grellen Coverartwork abschrecken lassen, sondern das Vinyl abgreifen!

Wertung: 8/10
Autor: Joxe Schaefer

Label:ROTTED LIFE RECORDS
VÖ-Datum:12.06.2026
Running Time:36:20
Format:CD, Vinyl, Mp3, Tape

Erhältlich bei:
Idiots Records

Weitere Reviews